Vico & Joyce

Basierend auf Giambattista Vicos zyklisch-donnerndem Geschichtskonzept, das Joyce so sehr inspirierte, dass er seine eigene Donnerfurcht damit verband, entwickelt Joyce in seinen Werken keinen linearen Handlungsablauf, sondern verflicht zahlreiche Erzählebenen und grundlegende Lebensthemen wie Mann und Frau, Geburt und Tod, Kindheit und Glauben, Nacht und Schlaf, indem „Zeit“, „Fluss“ und „Berg“ selbst zu Hauptfiguren werden und alles in einer einzigen schöpferischen Absicht aufgeht, ähnlich wie bei Laurence Sterne in *Tristram Shandy*.

Wer auf Respekt pocht, kann kein Dichter sein

John Keats sieht den Dichter als ein wandelbares Medium ohne feste Identität, das verschiedene Erfahrungen und Perspektiven verkörpert, wodurch er in der LGBTQIA+-Formel im “+” aufgeht, da keine der spezifischen Kategorien seinen Kern ausmacht.

Die Überholung der Schildkröte

Lacan meint, Achilles überhole die Schildkröte “im Realen”, Blondel dasselbe, wenn er von “der Tat” redet, die etwas fertigbringt, was die reine Berechnung nicht schafft. Der Grenzwert der Unedlichkeitsrechnung ist eine fiktionale, also “nicht bestehende” oder “nichtige” Größe. Lacan und seine Gefolgschaft (Derrida …) nimmt das dann an der Unendlichkeit der Signifikantenreihe auseinander und wundert…

Wie man aber in drei Tagen ein guter Originalschriftsteller werden kann

Es gibt Menschen und Schriften, welche Anweisung geben, die lateinische, griechische, französische Sprache in drei Tagen, die Buchhalterei sogar in drei Stunden zu erlernen. Wie man aber in drei Tagen ein guter Originalschriftsteller werden könne, wurde noch nicht gezeigt. Und doch ist es so leicht! Man hat nichts dabei zu lernen, sondern nur vieles zu…